Der neue Mitgliederbrief ist da!

Der aktuelle Mitgliederbrief 2018 ist da (online und im Newsletter)!

Im diesjährigen Mitgliederbrief stellen sich die neuen Vorstandsmitglieder Ellen Bastians und Angelika Lang vor. Sie erhalten Informationen über die Vorstandsarbeit in den letzten Monaten sowie Projekte der dgs für das neue Jahr. Der Mitgliederbrief enthält außerdem aktuelle Informationen zum Ausstieg des LVR aus der Finanzierung der Therapie in den integrativen Kindertagesstätten, zu den Entwicklungen im Bereich der Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen sowie Aktuelles aus der Universität zu Köln. Darüber hinaus finden Sie Berichte des Landeselternverbandes und eine Vorschau auf das Programm des 1. Sprachtreffs Ruhr (inkl. Mitgliederversammlung) am 05.05.2018 in Essen!

Online abrufbar ist der Mitgliederbrief 2018 unter „Aktuelles“-„Mitgliederbriefe“ und auch hier.

Der Vorstand der dgs-Rheinland wünscht Ihnen einen guten Jahresanfang 2018!

Unzutreffende Lehrereinstellungs-Prognose auf der Homepage des Schulministeriums

Die Vorsitzenden der beiden dgs-Landesgruppen Rheinland und Westfalen-Lippe haben Frau Monika Pieper, persönliche Referentin im Büro der Ministerin, auf die längst nicht mehr zutreffende und dadurch irreführende Stellenprognose auf der Internetseite des Schulministeriums aufmerksam gemacht und um Änderung gebeten.

Den Wortlaut des Schreibens und die begründenden Links finden Sie hier.

1. Sprachtreff Ruhr & Fortbildungen 2018 – Anmeldung ab sofort möglich!

Ab sofort können Sie sich hier online für den 1. Sprachtreff Ruhr am 05.05.2018 in Essen anmelden.

Das Thema des ersten Sprachtreffs Ruhr ist „Unterstützte Kommunikation“. Die Teilnehmer sind herzlich dazu eingeladen, alltagsrelevante Chancen der UK (auch an der Förderschule Sprache) gemeinsam mit hochkarätigen UK-Experten zu beleuchten und den Blick so über den Tellerrand der klassischen Spracherwerbsstörungen zu richten. Näheres zum Programm finden Sie hier.

Auch das Fortbildungsverzeichnis 2018 steht nun zum Download bereit. Anmeldungen zu den Fortbildungen erfolgen wie gewohnt über die Webseite.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

 

 

dgs im Schulministerium

Unmittelbar nach ihrer Ernennung hatte die neue Schulministerin Yvonne  Gebauer über ihr Landtagsbüro den beiden dgs-Landesgruppen in NRW einen Gesprächstermin angeboten.

Das Gespräch fand dann auch am 04.10. statt, allerdings nicht mit Frau Gebauer persönlich, sondern mit Frau Monika Pieper, der pädagogischen Mitarbeiterin im Ministerstab. Frau Pieper ist Sonderpädagogin  und war bis zur Landtagswahl im Mai  schulpolitische Sprecherin der Piraten im Düsseldorfer Landtag und in dieser Funktion schon häufig  sachkundige und  unterstützende und Ansprechpartnerin der dgs.

Die  dgs wurde von  Uta Kröger (dgs-Westfalen-Lippe), Ellen Bastians und Theo Schaus (beide dgs-Rheinland) vertreten.

Auf Vorschlag der dgs wurden folgende Punkte angesprochen:

  1. Sicherung der spezifischen Fachlichkeit im GL und in der Förderschule sowie in der Lehrerausbildung
  2. Notwendigkeit eines Übergangsmanagements KiTa –Schule, Primarstufe – Sekundarstufe I
  3. Einrichtung eines Berufsbildungswerks mit dem Förderschwerpunkt Sprache in NRW
  4. Nachteilsausgleich für Schüler mit sprachsonderpädagogischem Förderbedarf in der Sekundarstufe II
  5. Vorschläge für schulrechtliche Änderungen
  • 8 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG (Relationen „Schülerinnen und Schüler je Stelle“)
  • 20 (6) SchRÄG (Schwerpunktschulen nicht weiterhin mit mind. 4 FöSchwP)
  • 9 (2) AO-SF (Bildungsgang SII auch für Schüler_innen mit Förderbedarf Sprache)
  • 12 (3) AO-SF (Antrag nicht erst nach dem 3. Schulbesuchsjahr  ermöglichen)

Auf dem Hintergrund ihrer eigenen beruflichen Erfahrungen als Förderschullehrerin unterstützte  Frau Pieper unsere Anliegen und protokollierte sie für die Ministerin. Allerdings wurde deutlich, dass nicht alle dgs-Forderung zeitnah umgesetzt werden könne.

Wissenschaftliches Symposium zur Verabschiedung von Univ.-Prof. Hans Joachim Motsch am 02.09.2017 in der Kölner Universität

„eigentlich wollte ich nie studieren…“ (Zitat Motsch)

Für die Sprachheilpädagogik ist es außerordentlich wertvoll, dass Prof. Hans-Joachim Motsch es doch getan hat und auch im späteren Leben der Wissenschaft treu geblieben ist.

Organisiert von den Mitarbeiterinnen seines Lehrstuhls und moderiert von Dr. Stephanie Riehemann zeigte das Symposium in seinen wissenschaftlichen Vorträgen einmal mehr, wie breit sein Forschungsrepertoire ist und welchen Beitrag H.-J. Motsch zu vielfältigen Themen der Sprachheilpädagogik geleistet hat. Zum Einstieg in die Vorträge gab Prof. Volker Maihack einen biografischen Rückblick, bei dem er mit vielen humoristischen Anekdoten den beruflichen Werdegang des praxisnahen Wissenschaftlers Motsch schilderte. Als weitere, langjährige Weggefährtin erläuterte Prof. Nitza Katz-Bernstein den aktuellen Forschungsstand zur idiografischen Sichtweise des Stotterns.

Die evidenzbasierte Forschung wurde von Prof. Margit Berg, Prof. Andreas Mayer, Dr. Dana Marks und Dr. Tanja Ulrich anhand seiner bekanntesten Projekte erläutert: der Kontextoptimierung, der ESGRAF, des Wortschatzsammlers und der multizentrischen Studie zum Grammatikerwerb deutschsprachiger Kinder zwischen vier und neun Jahren (GED 4-9). Die Vortragenden schmückten Ihre Schilderungen mit eigenen Erinnerungen und Fotos und gaben so dem wissenschaftlichen Symposium eine sehr persönliche Note.

Das Symposium wurde durch kurze Grußworte von Vertretern/-innen der Dozentenkonferenz, der dgs Landesgruppe Rheinland, des dbs, des Lehrstuhlteams und vor allem durch einen musikalischen Liedbeitrag, geleitet von Katharina Probst-Bauer, zu einem besonders feierlichen Ereignis. Dabei gaben die Laudatoren neben dem Bild des engagierten, professionellen Wissenschaftlers und Praktikers noch andere Facetten preis: So beschrieb der Departmentleiter Prof. Christian Rietz die Zusammenarbeit mit Hans Joachim Motsch als sehr fruchtbare, aber nicht immer bequeme Aufgabe. Er  gelte als jemand, der gerne das „System Universität“ aufmische und konsequent loyal für sein Mitarbeiterteam kämpfe.

In seinen eigenen Schlussworten holte Professor Motsch jedoch nicht noch einmal „die Keule“ raus, sondern schilderte in  sehr persönlichen Worten seinen eigenen Werdegang, sowie familiäre und fachliche Einflüsse. Wodurch sein Abschied nicht nur sehr gelungen war, sondern auch den Anwesenden sichtlich schwer fiel.

Und hätte er nicht studiert, wäre unsere Wissenschaft um viele Erkenntnisse ärmer und unserer sprachheilpädagogischen Arbeit hätte die kindgerechte Freude durch Monsterwörter, stotternde Handpuppen, Zaubersprüche und Wortschatzpiraten gefehlt.

Maria Lenzen, Stephanie Riehemann